Das neue marthastift

Studienprojekte

Forschungsarbeiten im neuen marthastift (nms) im Rahmen einer Akademie Praxis Partnerschaft (APP)

Das neue marthastift steht für Kompetenz und Innovationen in der Betreuung von Menschen mit Demenz. Demenz hat viele Gesichter und verlangt nach Betreuungsformen, die den betroffen Menschen und ihren Angehörigen Orientierung und Hilfe bieten. Menschen mit Demenz verdienen eine professionelle und kreative Betreuung, die ihnen Freude und Sicherheit im Alltag ermöglicht. Von zentraler Bedeutung ist für das nms ebenso, die Mitarbeiter*innen in ihren vielfältigen und hoch anspruchsvollen Aufgaben zu stärken. Interne Fachkompetenz und externe Netzwerke unterstützen uns, immer auch die aktuellen Erkenntnisse aus Praxis und Forschung in unseren Alltag einfliessen zu lassen.  Ein externes Netzwerk pflegen wir u.a. mit Hochschulen. Es ist uns wichtig, die Forschung im Bereich Demenz und Langzeitpflege aktiv zu unterstützen.  Aktuell sind wir an zwei Studien beteiligt:

•       IPOS Dem  (Integrierte Palliative Outcome Skala für Menschen mit Demenz)

Menschen mit einer schweren Demenz haben eine eigene Ausdrucksweise, da sie sich nicht mehr durchwegs  verständlich in Worten ausdrücken können. Deshalb ist es wichtig, Verhaltensweisen gut zu interpretieren und dadurch verstehen, was der Mensch mit Demenz uns in der jeweiligen Situation mitteilen möchte.  Hier setzt die Fachhochschule Westschweiz, HedS Fribourg und die Universität Lausanne mit ihrer Studie zu IPOS Dem an. In strukturierten Fragebögen werden über 15 Monate (Oktober 21 – Dezember 22) verschiedene Kriterien erhoben mit folgender Zielsetzung:

1.   Beurteilen der Lebensqualität: Durchführen von systematischen Einschätzungen der Lebensqualität von Menschen mit Demenz im neuen marthastift durch Angehörige und Mitarbeiter*innen der Betreuung und Pflege.

2.   Verbessern der Pflege-, Therapie- und Medikationspläne: Optimierung der Betreuung, Pflege und Behandlung von Menschen mit Demenz im neuen  marthastift durch Fallbesprechungen auf der Grundlage der systematischen  Einschätzungen der Lebensqualität. 

 

•       Kooperationsstudie zur "Messung der Medikationssicherheit in der Langzeitpflege" der Universitäten Basel und Bern

Medikationsassoziierte Probleme gehören zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen im Gesundheitswesen. Eine besondere Gefahr für die Medikationssicherheit stellen hohes Lebensalter, Multimorbidität und Polymedikation dar. All diese Faktoren treffen in der Regel auf Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen zu. Auf nationaler Ebene wird die Bedeutung der Medikationssicherheit zunehmend erkannt. Zur Messung werden beispielsweise sogenannte Qualitätsindikatoren verwendet. Einer der heute gängigen Indikatoren, um die Medikationssicherheit zu messen, ist die Polymedikation. Die Polymedikation kann ein Risiko für die Entwicklung Medikations-assoziierter Probleme darstellen und ist deshalb von Bedeutung für die Sicherheit der Bewohner*innen.

Fragen zu den Studien beantwortet Ihnen unsere Bereichsleiterin Fachentwicklung und Pflegeexpertin Frau Andrea Ermler gerne unter a.ermler@marthastift.ch oder telefonisch unter 061 326 30 05