Aus dem Marthastift

11.08.2017

Gebäude und Raumprogramm im neuen marthastift









Das neue marthastift präsentiert sich heute als Zentrum für Demenz- und Psycho­ge­riatrie auf dem 8400m2 grossen Gelände an der Friedrich Miescher-Strasse 1 in Basel. Die Planungsarbeiten, die für das neue Gebäude 2012 begonnen hatten, wurden mit äusserster Umsicht durchgeführt. Das Wohnmilieu und das Klima des alten Hauses können auf diese Weise in der neuen Gebäudehülle weiterexistieren. Dazu kommen die hohe Attraktivität des Gebäudes, die hohe Qualität der Umgebungsgestaltung und die hohe funktionale Qualität der Innen­einrichtung unter besonderer Beachtung der spezifischen Ansprüche von Demenz­kranken. Ein Farb- und Lichtkonzept unterstützt die Bemühungen um ein möglichst lebenswertes Wohnmilieu. Der Gartenanlage wurde besondere Beachtung und Sorg­falt geschenkt.

Da die Bewegungsmöglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner oft auf das Innere des Gebäudes be­schränkt sind, haben die barrierefreien Flure im Gebäude eine besondere Bedeutung. Sie bieten sich an für ausgedehnte Spaziergänge, für persönlichen Kon­takt und neugierige Erkundungstouren. Die Korridore schaffen Blickbeziehungen und Einsich­ten in andere Geschosse, was zur Sicherheit und Orientierung beiträgt. Die natürliche Belichtung unterstützt den Tagesrhythmus und gliedert somit den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Jede Wohngruppe umfasst 10-11 Einzelzimmer à jeweils 16m2 Grösse mit eigenem Sanitärbereich und eigener Dusche. Alle Wohnräume sind durch einen Vorplatz vom Erschliessungsbereich abgetrennt. Jede Gruppe hat einen eigenen Wohn- und Essraum mit integrierter Küche, einen Stützpunkt für die Pflegenden, einen Aktivierungsraum, sanitäre Anlagen und Materiallager.

Die Wände in den Wohneinheiten und im öffentlichen Hauptraum werden mit Fotografien aus 10 Basler Wohnquartieren gestaltet. Marie-Hélène Kesselring-Zollikofer, Präsidentin des Stiftungsrates von 2003 bis 2012, hat mit ihrer grosszügigen Donation dieses Projekt ermöglicht. Damit erhält das Gebäude ganz besondere Akzente und somit erhält die Lebensumgebung der Bewohnerinnen und Bewohner eine wertvolle Dimension der Vertrautheit.

Etwas Besonderes im neuen marthastift ist die Pflegeoase für 7 Bewohnerinnen und Bewohner. Sie ist an die Bedürfnisse der Menschen in weit fortgeschrittenen Stadien der Demenz-Erkrankung und der Pflegebedürftigkeit angepasst. Die Pflegeoase ermöglicht durch ihre räumliche und technische Konzeption die Teilnahme der Schwerstkranken an der Gemeinschaft und wirkt der sozialen Isolation entgegen.

Zwei «Snoezelen»-Räume dienen für die Bewohnerinnen und Bewohner zur Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung und zugleich auch der Entspannung. Diese gemütlichen Räume mit Liegelandschaft und bequemen Sitzgelegenheiten fördern das Wohlbefinden, wecken positive Gefühle und regen die Sinne auf angenehme Weise an. Leise Klänge, angenehme Düfte, Wärme und Licht machen den Aufenthalt in diesen Räumen zu einem positiven Erlebnis.

Auch die drei Bäder von jeweils 26m2 Grösse und im Wellnessstil ausgebaut dienen zur Entspannung. Weitere  Räume sind für Fitness und Physiotherapie eingerichtet oder dienen als Coiffeursalon und Raum für Pedicure und Kosmetik.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner sind die Cafeteria und der Garten frei zugänglich. Die Cafeteria kann sowohl von den Bewohnern des Hauses als auch von ihren Gästen genutzt werden. Der grosszügig bemessene Mehrzweckraum (100m2) befindet sich neben der Cafeteria und bietet Platz für Andachten, Kinovorstellungen und verschiedene Feierlichkeiten.

Für die Besucherinnen und Besucher ist das neue marthastift mit dem öffentlichen Verkehr (Buslinie 50) und dem Privatwagen gut erreichbar. Unter dem Gebäude ist eine Tiefgarage für die Besucher und für das Personal angelegt. 


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